Mit der feierlichen Eröffnung des ersten Maker- und Education Labs (MEL) in Sangerhausen startet in der Region Mansfeld-Südharz ein zukunftsweisendes Projekt für die digitale Gesundheitsversorgung.
Zahlreiche Partnerinnen und Partner aus der Region kamen zusammen, um den neuen Innovationsstandort kennenzulernen und erste Einblicke in moderne Technologien der Telepflege zu gewinnen.
Mit der Eröffnung des ersten von insgesamt fünf Maker- und Education Labs (MEL) am 19. November 2025 setzte die TPG einen wichtigen Meilenstein für die digitale Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt. Am neuen Standort in der Ewald-Gnau-Straße 1b in Sangerhausen entsteht ein innovativer Raum für Austausch, Weiterbildung und praktische Erprobung moderner Technologien in der Pflege.
Fokus auf Telepflege und digitale Lösungen
Das MEL Sangerhausen legt seinen Schwerpunkt auf das Zukunftsthema Telepflege. Ziel ist es, digitale Anwendungen für Pflegekräfte, Patientinnen und Patienten sowie weitere Akteure im Gesundheitswesen zugänglich und erlebbar zu machen. Besucherinnen und Besucher konnten zur Eröffnung bereits Technologien wie 3D-Druck, intelligente Assistenzsysteme wie den „Hello Mirror“ und telemedizinische Anwendungen direkt ausprobieren.
Starker Gesundheitsstandort mit Zukunft
Die Bedeutung des Gesundheitssektors für die Region wurde auch durch Landrat André Schröder hervorgehoben: Rund ein Fünftel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Mansfeld-Südharz arbeiten in Gesundheitsberufen – das sind 10.000 Personen. Damit zählt die Branche zu den wichtigsten wirtschaftlichen Treibern der Region.
Vernetzung von Forschung, Praxis und Wirtschaft
Das Maker- und Education Lab versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Versorgungspraxis und Wirtschaftsförderung. Ziel ist es, innovative Lösungen nicht nur zu entwickeln, sondern direkt vor Ort in der Anwendung zu erproben und gemeinsam weiterzuentwickeln.
„Digitale Akzeptanz entsteht durch Dialog“,
betont Dr. Anja Wolf, Koordinatorin der Maker- und Education Labs. Deshalb steht der Austausch mit Fachkräften, Einrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürgern im Mittelpunkt des Konzepts.
Auch Prof. Dr. Patrick Jahn, Projektleiter der TPG, unterstreicht die strategische Bedeutung: Die Zukunft der Region liege in der engen Verzahnung von Gesundheitsversorgung und IT-Wirtschaft – genau hier setzt das MEL an.
Offene Angebote für Fachkräfte und Interessierte
Das Team vor Ort bringt sowohl praktische Erfahrung aus der Pflege als auch wissenschaftliche Expertise ein. Neben Workshops und Veranstaltungen bietet das MEL ab sofort eine offene Sprechstunde an:
Jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr können Interessierte das Labor besuchen, Fragen stellen und digitale Anwendungen kennenlernen.