Mit dem neuen Maker- und Education Lab (MEL) in Zeitz baut die TPG ihre regionale Innovations- und Lerninfrastruktur weiter aus. Am 3. März eröffnete im Zentrum von Zeitz der vierte Standort des MEL-Netzwerks – ein zentraler Baustein der TPG, um die digitale Transformation der Pflege praxisnah erlebbar zu machen.
Im ehemaligen Sparkassen-Gebäude am Roßmarkt 4 können Pflegepraxis, Bildungseinrichtungen, Entwickler, Entwicklerinnen sowie Bürger und Bürgerinnen ab sofort neue Technologien für die Aus- und Weiterbildung testen. Das Lab bietet Raum für immersive Lernformate mit Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) sowie für Workshops, Simulationen und offene Austauschformate.
Digitalisierung der Pflege erlebbar machen
Bei der Eröffnung nutzten zahlreiche Gäste die Möglichkeit, erste XR-Lernszenarien auszuprobieren. Auch Landrat Götz Ulrich testete eine VR-Übung aus der Pflegeausbildung und unterstrich die Bedeutung des konkreten Mehrwerts für den Arbeitsalltag.
„Wenn Digitalisierung dazu beiträgt, dass wir am Ende mehr Zeit für die Menschen haben, dann ist das der richtige Weg.“
— Götz Ulrich, Landrat des Burgenlandkreises
Der direkte Kontakt zwischen Technologieanbietern, Pflegepraxis und Wissenschaft bildet dabei die Grundlage, um digitale Lösungen zu entwickeln, die tatsächlich im Versorgungsalltag ankommen.
Regionale Innovationspartnerschaften als Motor
Dr. Jeffrey Weiß von der SEWIG Burgenlandkreis betonte das Potenzial des neuen Standorts – vor allem durch die enge Einbindung regionaler Partner.
„Nun geht es darum, aus den über die TPG angebahnten Forschungs- und Entwicklungsprojekten konkrete Mehrwerte zu entwickeln – für Region, Unternehmen und Menschen vor Ort.“
— Dr. Jeffrey Weiß, SEWIG Burgenlandkreis
Das MEL Zeitz schafft damit einen niedrigschwelligen Zugang zu digitalen Gesundheits- und Pflegetechnologien. Gleichzeitig wird das Thema Pflege stärker im öffentlichen Bewusstsein verankert – ein wichtiges Ziel angesichts steigender Anforderungen an Versorgung und Fachkräftesicherung.
Universitärer Außenstandort stärkt Verbindung von Wissenschaft und Region
Ein starkes Signal für den regionalen Wissenstransfer setzte die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Prorektorin Prof. Dr. Christine Fürst überreichte ein Schild, das das MEL offiziell als universitären Außenstandort ausweist.
„Sie hatten von sichtbaren Zeichen gesprochen – und ich denke, wir sollten sie auch setzen.“
— Prof. Dr. Christine Fürst, MLU Halle‑Wittenberg
Damit wird Zeitz weiter als Standort für Forschung, Transfer und praxisnahe Entwicklung im Bereich Digital Health gestärkt – und das MEL als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Pflegepraxis und regionaler Bevölkerung etabliert.
Angebote und Kontakt im MEL Zeitz
Für alle Interessierten stehen die Türen des Labs offen. Vor Ort begleiten Susanne Mittmann und Kirsten Neumann die Angebote, beraten zu Einsatzmöglichkeiten der Technologien und unterstützen bei eigenen Projektideen.
Offene Sprechstunde
Mittwochs, 10–12 Uhr
Rossmarkt 4, 06712 Zeitz